Warum Ziele Quatsch sind und wie wir sie trotzdem erreichen

Empfehlens-Wert:

Warum Ziele Quatsch sind und wie wir sie trotzdem erreichen von Stefan Frädrich  

Die Kraft der inneren Ausrichtung  

Zielsetzung ist eine der Kerndisziplinen der Selbstoptimierungsgesellschaft. Daran ist grundsätzlich wahrscheinlich wenig auszusetzen, denn wo kämen wir ohne Ziele schon hin: Wer nirgendwo hinwill, läuft in den meisten Fällen schließlich auch gar nicht erst los. Allerdings hat die Selbstoptimierungs-Szene aus der Zielsetzerei inzwischen einen Extremsport gemacht, der für Nicht-Marathonläufer und durchschnittlich ambitionierte Selbstentwickler zu einer Art Zielsetzungs-Terror ausarten kann. Deshalb bin ich froh darüber, wenn ein profilierter Autor und Coach wie Stefan Frädrich, Erfinder von Günther, dem inneren Schweinehund, diesen Trend einmal hinterfragt und über Alternativen nachdenkt.

Ziele, und auf dieser Feststellung baut dieses Buch im Grunde auf, setzen wir uns nicht um der Ziele willen. Wir setzen sie uns, um uns ein Bedürfnis, eine Sehnsucht, einen inneren Wunsch zu erfüllen. Das Ziel selbst ist letztlich nur ein Vehikel im Außen, um einen Wunschzustand im Innen zu befördern. Deshalb sollte der Fokus nicht auf den Zielen selbst liegen, sondern darauf, worum es innen geht: die Wünsche, die Motive, die Bedürfnisse und die Gefühle, die sie auslösen. An ihnen gilt es sich zu orientieren, ihnen gilt es seine Kraft und Lebenszeit zu widmen. Diesen Prozess nennt Stefan Frädrich die „innere Ausrichtung“. Und um diesen Prozess, den der Autor als bessere Alternative zur klassischen „Zielsetzung“ anbietet, geht es in diesem Buch.

Wer die Günther-Bücher kennt, weiß, dass es bei Stefan Frädrich extrem praxisorientiert, konkret und pragmatisch zugeht. Seine Beispiele, Strategien und Tipps sind mitten aus dem Leben gegriffen – nicht selten aus seinem eigenen – und reden nie um den heißen Brei herum. Sogar seine Sätze kommen buchstäblich schnell zum Punkt. Hinzu kommt eine weitere Qualität, die viele Fans an ihm schätzen: Frädrich klingt wie Frädrich, auch in der Schriftform. In wie vielen Sachbüchern liest man schon Worte wie „Klumpatsch“ und sieht das Grinsen des Autors förmlich vor sich?

Eine schöne Idee sind die Kurztexte vor jedem Kapitel. Sie schaffen Orientierung und holen den Leser da ab, wo er steht. Schon an ihnen kann man die langjährige Erfahrung des Autors als Coach ablesen: Er weiß, was seine Zielgruppe sucht und wo die Schmerzpunkte liegen.

Sympathisch ist mir auch, dass der Autor – wie vor der Lektüre erhofft – einer ganzen Reihe von unhinterfragten Selbstoptimierungs-Klischees den Kampf ansagt: Plattitüden, Bullshit-Bingo, halbgaren Kompass-Metaphern, falschem positiven Denken und anderen vorgespiegelten Erfolgsstrategien zum Beispiel.

Wer das Gefühl hat, mit den üblichen Zielsetzungs-Strategien nicht so recht von der Stelle zu kommen und lieber in sich selbst Orientierung finden möchte als in vorformulierten Zielschablonen, findet in diesem Buch einen wohlmeinenden, reifen Wegbegleiter.

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